Mobile Bibliothek

Mobile Bibliothek für drei Orte in Oberösterreich | Holzriegelkonstruktion | Konzept, Planung und Ausführung | Eröffnung im Juni 2019

Für kleinere Gemeinden mit geringem Budget ist es oft schwierig eine eigene Bücherei zu errichten bzw. zu betreiben. Strukturschwache Gemeinden sind besonders häufig von Abwanderung und Einsparungen im Freizeit- und Kulturangebot betroffen. Attraktive Treffpunkte werden weniger und der öffentliche Raum verliert zunehmend an Bedeutung. Vor allem für (junge) Frauen gibt es kaum öffentliche Begegnungsorte. Das Konzept der Mobilen Bibliothek (MoBib) kann als Antwort auf diese Problemstellungen verstanden werden. Die MoBib wird von mehreren Gemeinden geteilt, wobei sich diese jeweils für einen festgelegten Zeitraum (zB eine Woche) in einer der Gemeinden befindet und am Ende dieser Periode den Standort wechselt. Die MoBib steht also in regelmäßigen Abständen in jeder der Gemeinden und funktioniert wie eine öffentlich Bücherei mit fixen Öffnungszeiten. Für kleinere Gemeinden stellt dieses Konzept aus verschiedenen Gründen eine sinnvolle Alternative zu einer konventionellen Bücherei dar. Das Teilen einer gemeinsamen Bücherei spart Ressourcen und fördert den Austausch unter den Gemeinden. Die Kooperationskultur in der Region wird dadurch gestärkt. Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurde die MoBib gemeinsam mit den oberösterreichischen Gemeinden Hinterstoder und Klaus umgesetzt. Nach viermonatigem Betrieb (Stand November 2019) kann eine erste positive Bilanz gezogen werden. Die MoBib wird vor allem von Frauen, Kindern- und Jugendlichen viel genutzt. Wie sich am Beispiel Hinterstoder zeigt, funktioniert das Konzept in der Nähe von Schulen und öffentlichen Spielplätzen besonders gut. Für den verhältnismäßig geringen Aufwand wird den Gemeinden ein hoher Mehrwert geboten: Als beliebter Treffpunkt belebt die MoBib das Ortszentrum und ergänzt das kulturelle Freizeitangebot der Gemeinde.


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